Das kurze Leben des José Antonio Gutierrez

Ein Dokumentarfilm von Heidi Specogna.

José Antonio Gutierrez war einer von 300.000 Soldaten, die die US-Armee in den Irak-Krieg geschickt hat. Wenige Stunden nach Kriegsbeginn ist sein Foto um die Welt gegangen: Er war der erste tote Soldat auf amerikanischer Seite, der in diesem Krieg im Gefecht gefallen ist. Gekämpft hat er als sogenannter Greencard-Soldier - einer von etwa 32.000, die in den Reihen der US Armee für ein fremdes Vaterland kämpfen.

Der Film erzählt die bewegende und fast unglaubliche Geschichte eines ehemaligen Strassenkindes aus Guatemala, das sich auf der Panamericana auf die weite Reise immer nordwärts machte voller Sehnsucht und Hoffnung nach einer Zukunft und schliesslich weitab von seiner Heimat als amerikanischer Held gestorben ist.
Auf der Suche nach den Bildern und Geschichten dieses Lebens begibt sich der Film auf José Antonios Odyssee von Guatemala über Mexiko in die USA.
Die Erzähler dieses Films sind die Menschen, die ihn gekannt haben: seine Freunde von der Strasse, die Sozialarbeiter im Waisenhaus, seine Schwester, die amerikanische Pflegefamilie, schliesslich die Kameraden bei den US-Marines im Camp Pendleton. 
Die Erzähler im Film sind aber auch jene Menschen, die sich tagtäglich dem endlosen Strom der Emigranten anschliessen, mit nichts anderem im Gepäck, als ihrer Arbeitskraft und der Bereitschaft, für ein kleine Chance auf Zukunft ihrer Heimat und Familie für immer den Rücken zu kehren.

José  Antonio Gutierrez Geschichte ist nicht die eines Abenteuers. Es ist die Geschichte vom Versuch zu überleben auf beiden Seiten dieser Welt. 

Schweizer Filmpreis 2007 "Bester Dokumentarfilm"
Nominierung zum Deutschen Filmpreis 2007 "Bester Dokumentarfilm"
2.Preis beim 4. Eine-Welt-Filmpreis NRW
Nominiert für den Bild-Kunst Schnittpreis Dokumentarfilm 2007
Adolf-Grimme-Preis 2008 in der Kategorie Information und Kultur
Präsentation in Harvard
Dokumentar
90 Minuten
Regie/Buch
Heidi Specogna
Produktion
Gerd Haag
Co-Produktion
PS Film Zürich, Specogna Film Berlin, ZDF/ARTE
Kamera
Rainer Hoffmann, Thomas Keller
Schnitt
Ursula Höf
Ton
Paul Oberle
Musik
Hans Koch
Produktionsleitung
Cornelia Kellers
Redaktion
Anne Even, ZDF/ARTE
Förderung
Medienboard Berlin-Brandenburg, BKM, Filmstiftung Nordrhein-Westfalen, Bundesamt für Kultur, Schweiz, UBS Kulturstiftung, Zürich, Migros Kulturprozent, Schweiz