Juan Carlos – Aufstand der Kinder

Ein Film von Elisabeth Weydt über Kindergewerkschaft in Bolivien

Knapp eine Million Kinderarbeiter gibt es unter den insgesamt zehn Millionen Einwohnern Boliviens. Ihr Geld ist für viele Familien überlebenswichtig aber erst mit einer Gesetzesänderung in 2014 legal geworden. In Bolivien, dem ärmsten Land Südamerikas, ist Kinderarbeit selbstverständlich. Auf dem Land ernten sie Zuckerrohr, auf dem Friedhof pflegen sie Gräber, im Supermarkt packen sie die Einkäufe in Plastiktüten, in den Minen graben sie nach Silber. Sie halten den Haushalt sauber und kümmern sich um die noch Jüngeren. Knapp eine Million Kinderarbeiter gibt es unter den insgesamt zehn Millionen Einwohnern Boliviens. Ihr Geld ist für viele Familien überlebenswichtig, aber war bis vor kurzem illegal. Damit sich das ändert, haben die Kinderarbeiter Boliviens eine Gewerkschaft gegründet. Zu Tausenden kämpfen sie nicht etwa für die Abschaffung von Kinderarbeit, sondern für ihre Anerkennung und ihr Recht auf Arbeit, also für ein Recht auf Kinderarbeit. Im Sommer 2014 waren ihre Bemühungen von Erfolg gekrönt: Es wurde ein Gesetz erlassen, das faire Arbeitsbedingungen für Kinder ab 10 Jahren festlegt.

Festivalpremiere in Santa Cruz, Bolivien
Goldener Spatz 2015 - Wettbewerb
17. Medienpreis der Kindernothilfe
Dokumentar
30 Minuten
Regie
Elisabeth Weydt
Drehbuch
Elisabeth Weydt
Produktion
Gerd Haag
Producer
Kerstin Krieg
Kamera
Jakob Fuhr
Schnitt
Yana Gürkaynak
Ton
Frairiver Carbajal Huanca
Musik
Sebastian Witte, Felix Herzog
Herstellungsleitung
Cornelia Kellers
Redaktion
Andrea Ernst (WDR)